D-LEsta, 21081 Breitkopf & Härtel, Leipzig, Nr. 2799, Bl. 35
- Titel
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- 1896-06-03 Carl Reinecke an Breitkopf & Härtel
- Signatur
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- D-LEsta, 21081 Breitkopf & Härtel, Leipzig, Nr. 2799, Bl. 35
- Ort des Bestandes
- Bestand
- Absender
- Ort des Absenders
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- Leipzig
- Empfänger
- Ort des Empfängers
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- Leipzig
- Sprache
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- Deutsch
- Inhalt
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- Carl Reinecke macht Vorschläge zur Bearbeitung von Leopold Mozarts "Musikalischer Schlittenfahrt" als Kindersymphonie
- Transkript
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- Leipzig, 3. Juni 1896
Sehr geehrter Herren!
Die Auswahl die Herr Cursch-Bühren getroffen hat ist nur zu billigen und die Bearbeitung ist auch das Werk eine guten Musikers, nur dürfte sie, meiner Ansicht nach, für’s Clavier etwas leichter spielbar auszustellen sein, namentlich im zweiten Satze, wo die 32tel schon einen geübten Spieler mit sehr losem Handgelenk erfordern, während diese doch von jedem guten Dilettanten mit Leichtigkeit nicht bezwungen werden können. Herr C. B. ist sehr pietät-
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voll verfahren, aber Leopold Mozart war kein großer Componist und ihm gegenüber kann man sich schon Manches erlauben zu Gunsten praktischer Spielbarkeit.
Nun hatte ich mir die Sache aber außerdem auch noch anders gedacht. Wenn 3½ Sätze ganz ohne Kinder-Instrumente gespielt werden, soistscheint mir das gar zu ernsthaft, während die Musik selbst doch ersten Ansprüchen nicht genügt. Bei einer Schlittenfahrt muß man freilich wohl \auf/ Kukuk, Nachtigall und Wachtel verzichten,
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aber es blieben doch noch Knarre, Trommel, Trompete, Mirliton, Waldteufel und, wenn ich nicht irre, giebt es auch noch ein Kinderspielzug mit dem man den Peitschenknall nachahmen kann; es soll wohl eigentlich den Pistolenknall nachahmen indem ein Kork aus einem Rohr geschleudert wird. Ich meine solche Instrumente müßten reichlich und mit Humor benutzt werden. Und noch eins: Ich glaube, daß 4 Schellengeläute (und zumal abgestimmte) selbst an größeren Orten schwer aufzutreiben sein werden, geschweige denn an kleinen,
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ich würde deshalb nur zwei Schellengeläute fordern, auf die Stimmung verzichten und die zwei andern Schellengeläute durch Triangel und Schellenbaum (türkischen Halbmond) ersetzen.
Mit größter Hochachtung
Ihr ganz ergebener
Carl Reinecke
- Leipzig, 3. Juni 1896
- Umfang
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- 2 Blätter, 4 Seiten
- Bemerkung
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- Handschrift
- Leopold Mozart: „Die Schlittenfahrt. Als Kinder-Symphonie bearb. v. F. Th. Cursch-Bühren. (Pfte, Streichquartett, Tromp., Trommel, Knarre, Waldteufel, Peitschenknall, Triangel, Schellenbaum, 2 Schellengeläute.)“ erschien im September 1896 im Verlag.
- Datum
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- 03.06.1896
- Personenreferenz
- Werkreferenz
- Schlagworte
- Bearbeiter:in
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- mayer
- Bearbeitungsstatus
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- fertig
- Statische URL
- https://musiclpz.dl.uni-leipzig.de/receive/MusicLpzLetter_letter_00002018
- MyCoRe ID
- MusicLpzLetter_letter_00002018 (XML-Ansicht)
- Lizenz Metadaten
- CC0 1.0
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